

Sagitalis®
Sagitalis® ist eine manuelle Methode mit dem Schwerpunkt auf dem Bereich des ersten Halswirbels (Atlas) und der funktionellen Körperstatik.
Die zugrunde liegende Technik basiert auf einem über viele Jahrzehnte entwickelten Konzept und wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt.
Im Mittelpunkt der Anwendung steht eine präzise manuelle Technik im Bereich des Atlas. Dabei stehen die individuelle Körperstatik sowie das Zusammenspiel von Haltung und Bewegung im Mittelpunkt. Jede Anwendung wird an die persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse des Menschen angepasst.
Viele Menschen entscheiden sich für Sagitalis®, weil sie sich bewusst mit ihrer Körperhaltung und ihrem Bewegungsapparat auseinandersetzen möchten.
Die Methode versteht sich als ergänzendes Angebot im Bereich manueller Anwendungen und ersetzt weder eine ärztliche Diagnostik noch eine medizinische oder therapeutische Behandlung.


Die Entwicklung von Sagitalis®
Sagitalis® basiert auf einer manuellen Methode, deren Ursprünge bis in das Jahr 1895 in den USA zurückreichen.
Ausgangspunkt dieses Konzepts ist die Annahme, dass der erste Halswirbel (Atlas, C1) eine besondere Bedeutung für die Körperhaltung und die Statik des Bewegungsapparats hat.
Im Laufe der Jahrzehnte wurde die ursprüngliche Technik kontinuierlich weiterentwickelt. Heute zeichnet sich Sagitalis® durch eine sanfte und präzise manuelle Anwendung aus.
Ulrike Busse und Sven Gottschling erwarben die Ausbildungs- und Schulungsrechte für diese Methode, entwickelten das Konzept weiter und gründeten 2010 das i.BUGO Institut für Bildung und Gesundheit. Seitdem wird Sagitalis® in Deutschland im Rahmen entsprechender Aus- und Weiterbildungen vermittelt und angewendet.
Der Name Sagitalis® leitet sich vom lateinischen Wort „sagitta" („Pfeil") ab. Er steht sinnbildlich für die senkrechte Ausrichtung des Körpers entlang der Schwerkraft und unterstreicht den Fokus der Methode auf Haltung und Körperstatik.
Körperstatik und Bewegungsapparat
Unser Körper steht ständig unter dem Einfluss natürlicher Kräfte – insbesondere der Schwerkraft. Sie wirkt auf unseren gesamten Bewegungsapparat und ist Teil der Bedingungen, unter denen sich Haltung und Bewegung gestalten.
Eine wichtige Rolle übernimmt dabei die Wirbelsäule. Gemeinsam mit Muskeln, Bändern und Gelenken trägt sie zur Stabilität und Beweglichkeit des Körpers bei. Diese Strukturen wirken bei Haltung und Bewegung zusammen.
Unter Körperstatik verstehen wir das Zusammenspiel verschiedener Körperabschnitte in einer möglichst ausgeglichenen Haltung. Die Körperhaltung und das Bewegungsverhalten können sich im Laufe des Lebens verändern und werden von unterschiedlichen individuellen Faktoren beeinflusst.
Die Sagitalis®-Methode richtet ihren Fokus auf die funktionelle Körperstatik und den Bereich des ersten Halswirbels (Atlas). Ziel der Anwendung ist es, die individuelle Körperbalance sowie das Zusammenspiel von Haltung und Bewegung in den Mittelpunkt zu stellen.


Der erste Halswirbel – Atlas
Der erste Halswirbel, auch Atlas (C1) genannt, bildet die Verbindung zwischen Schädel und Wirbelsäule. Gemeinsam mit dem zweiten Halswirbel ermöglicht er einen großen Teil der Beweglichkeit des Kopfes und trägt zur Stabilität des oberen Halswirbelsäulenbereichs bei.
Im Rahmen verschiedener manueller Konzepte wird dem Atlas eine besondere Bedeutung für die Körperhaltung und die funktionelle Körperstatik zugeschrieben.
Die wissenschaftliche Bewertung solcher Zusammenhänge ist nicht einheitlich.




Mögliche Einflussfaktoren auf den oberen Halswirbelsäulenbereich
Im Laufe des Lebens ist der Bewegungsapparat unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Je nach Situation können diese mit Veränderungen von Haltung, Muskelspannung und Beweglichkeit einhergehen.
Mögliche Einflussfaktoren können unter anderem sein:
einseitige Körperhaltung im Alltag
langes Sitzen oder Bewegungsmangel
anhaltende muskuläre Verspannungen
körperliche oder psychische Belastungssituationen
intensive sportliche Aktivität
Wie der Körper auf solche Einflüsse reagiert, ist individuell verschieden. Die möglichen Zusammenhänge hängen von zahlreichen Faktoren ab und lassen sich nicht allgemein vorhersagen.
Die Sagitalis®-Methode beschäftigt sich mit funktioneller Körperstatik und dem Bereich des ersten Halswirbels. Sie versteht sich als manuelle Anwendung und ersetzt weder eine ärztliche Diagnostik noch eine medizinische oder therapeutische Behandlung.


Gelenke
Gelenke sind wesentliche Bestandteile des Bewegungsapparats. Gemeinsam mit Muskeln, Bändern und weiteren Strukturen ermöglichen sie Beweglichkeit und tragen zur Stabilität des Körpers bei. Die Sagitalis®-Methode richtet ihren Fokus auf den Bereich des ersten Halswirbels (Atlas) und dessen Bedeutung im Zusammenhang mit Haltung und Körperstatik. Sie versteht sich als manuelle Anwendung zur Unterstützung einer individuellen Betrachtung von Haltung und Beweglichkeit. Konkrete medizinische Wirkungen werden mit dieser Beschreibung nicht zugesichert.
Muskulatur
Unsere Muskulatur trägt wesentlich zur Stabilität, Haltung und Beweglichkeit des Körpers bei. Sie arbeitet eng mit Knochen, Gelenken und Bändern zusammen und passt sich fortlaufend an unterschiedliche Belastungen und Bewegungsmuster an. Veränderungen der Körperhaltung oder einseitige Belastungen können mit Veränderungen der Muskelspannung einhergehen. Diese werden häufig im Bereich von Nacken, Schultern und Rücken wahrgenommen und können das persönliche Körpergefühl beeinflussen.
Sagitalis Anwendung

Ablauf einer Sagitalis®-Anwendung
Eine Sagitalis®-Anwendung erfolgt in ruhiger Atmosphäre und dauert insgesamt etwa 30 Minuten. Kleidung und Schuhwerk können dabei anbehalten werden.
Zu Beginn wird der Bereich des oberen Halses und des Kopfgelenks sanft manuell wahrgenommen. Ergänzend erfolgt eine funktionelle Betrachtung der Körperstatik mithilfe eines Beintests.
Die dabei gewonnenen Eindrücke dienen dazu, die anschließende Anwendung individuell auf die jeweilige Person abzustimmen.
Anschließend nehmen Sie auf der speziell entwickelten Sagitalis®-Liege eine entspannte Seitenlage ein. Mit einer präzisen und sanften manuellen Technik erfolgt eine Anwendung im Bereich der Muskulatur rund um den ersten Halswirbel (Atlas).
Die Anwendung erfolgt ohne ruckartige Manipulationen und wird von vielen Menschen als sanft und angenehm empfunden.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich für etwa 20 Minuten in einem Ruhebett zu entspannen. Diese Ruhephase bietet Zeit, die Anwendung in angenehmer Atmosphäre ausklingen zu lassen.
Die Sagitalis®-Methode versteht sich als manuelle Anwendung mit dem Fokus auf Körperstatik, Haltung und Beweglichkeit. Sie ersetzt weder die Diagnostik noch die Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker.






Einstiegsphase
In der Einstiegsphase erfolgt die Sagitalis®-Anwendung in der Regel ein- bis zweimal pro Woche über einen Zeitraum von etwa 6 bis 12 Wochen. Der Ablauf wird individuell an die persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse angepasst.
Anpassungsphase
In der Anpassungsphase erfolgt die Sagitalis®-Anwendung in der Regel einmal wöchentlich bis alle zwei Wochen über einen Zeitraum von etwa 12 Wochen. Dabei wird die individuelle Entwicklung von Körperhaltung, Beweglichkeit und Körperstatik begleitet und die Anwendung an den persönlichen Verlauf angepasst.
Weitere Anwendungen
Im weiteren Verlauf können Sagitalis®-Anwendungen in größeren zeitlichen Abständen stattfinden, beispielsweise alle 4 bis 8 Wochen. Der zeitliche Abstand wird individuell gestaltet und an die persönlichen Bedürfnisse angepasst.
Individueller Anwendungsverlauf
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